Electric foil boards – Fragen rund ums Recht und den Kauf

Mit dem Electric foil board über das Wasser schweben – ein neuer Traum, den Surfer gerne auf dem nächsten Gewässer ausprobieren möchten. Aber Vorsicht: Das Surfen mit Electric foil boards ist nicht auf jedem See, Fluss oder Meeresgewässer erlaubt. Genaue Informationen vor dem Start sind daher von großer Bedeutung.

 

 

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In Deutschland geht es dabei um die Frage, ob der Surfer grundsätzlich auf Binnengewässern oder an der Küste mit dem Board fahren darf. Dazu kommen Themen wie die Zulassung des Wasserfahrzeugs und der Führerschein:

Surfer können davon ausgehen, dass sie in der Regel auf öffentlichen Wasserstraßen fahren dürfen. Aber wie immer, gibt es Ausnahmen von der Regel, daher lohnt sich die Nachfrage in der jeweiligen Wasserregion.

Electric foil boards dürfen auch da gefahren werden, wo zum Beispiel Jetskis verboten sind. Darüber hinaus sind längere Wanderfahrten zulässig.

Die Zulassung von Electric foil boards ist in Deutschland nicht einheitlich geregelt. Teilweise sind die Regelungen in den einzelnen Bundesländern und Regionen unterschiedlich. Der Grund ist ganz einfach: Der Markt für elektrische Surfbretter ist noch sehr jung. Regelungen brauchen einfach ihre Zeit.

Electrofoilboard

Wie erfolgt die Zulassung für Electric foil boards?

Im Prinzip entspricht die Zulassung einem Elektroboot. Das Surfboard bekommt ein Kennzeichen für ein Kleinfahrzeug. Die Kennzeichnungspflicht besteht ab 2,21 kW oder 3 PS Leistung.

Beim Kauf sollten die Surfer darauf achten, dass das Fahrzeug ein CE-Zeichen trägt. Ohne dieses Zeichen dürfen Electric foil boards in der EU nicht verkauft werden.

Die Hersteller kennzeichnen Electric foil boards darüber hinaus mit einer HIN-Nummer, das ist die Hull Identification Nummer. Diese Nummer wird individuell für jedes Board vergeben.

Mit diesen Nummern lässt sich das Board eindeutig identifizieren und zulassen. Die zehnstellige Zulassungsnummer muss der Surfer an seinem Board befestigen. Für die Befestigung gibt es genaue Vorschriften: Die Nummern müssen gut von den Seiten aus zu sehen sein. Sie haben eine Größe von mindestens 10 cm. Eine gut sichtbare Nummer erleichtert auch die Kommunikation mit der Wasserschutzpolizei, die die elektrischen Surfbretter teils skeptisch sieht, da sie erst von der Nähe aus zu identifizieren sind.

Die Pflicht zur Zulassung gilt für Binnengewässer. Für Meeresgebiete wie die Ostsee gibt es keine Vorschriften.

Ein Tipp: Teilweise bieten die Händler oder Versicherungen den Service der Registrierung an. Das erspart die Bürokratie und der Fahrspaß kann direkt starten.

Ist ein Führerschein für Electric foil boards erforderlich?

Ein Sportbootführerschein ist für Boote ab 15 PS vorgeschrieben. Diese PS-Werte erreichen Electric foil boards aber nicht. Allerdings gibt es Ausnahmen. Auf dem Rhein benötigen die Surfer schon ab 5 PS einen Sportbootführerschein. Auch auf dem Bodensee und Teile der Spree bei Berlin existieren besondere Vorschriften.

Welche Voraussetzungen gelten für den Sportbootführerschein?

Wer einen Sportbootführerschein erwerben will, muss mindestens 16 Jahre alt sein. Er muss nachweisen, dass ein ausreichendes Sehvermögen und Hörvermögen vorhanden ist. Der Erwerber muss auch Farben gut unterscheiden können. Volljährige müssen darüber hinaus einen Führerschein beziehungsweise ein Führungszeugnis vorlegen. Für den Sportbootführerschein gibt es eine theoretische und praktische Prüfung. Übrigens: Der Führerschein ist auf Dauer gültig! Den ganzen Aufwand machen sie also nur einmal.

Gibt es Regionen, in denen elektrische Surfbretter verboten sind?

Nach Informationen einiger Surfmedien ist das Surfen nicht auf allen bayerischen Gewässern erlaubt. Für die Genehmigung ist das Fachministerium zuständig und darüber hinaus die dortige Schlösser- und Seeverwaltung. Da sich die rechtliche Situation jederzeit ändern kann, lohnt sich das Nachfragen hier auf jeden Fall.

Ist eine Versicherung für Electric foil boards von Bedeutung?

Das elektrische Surfen ist ein neuer Sport und alle Surfer erlernen diesen Sport von der Pike auf. Dabei entstehen Gefahren, die zuvor nicht immer richtig eingeschätzt werden können. Eine Versicherung ist für Electric foil boards auf jeden Fall zu empfehlen. Als grundlegende Versicherung ist hier die Haftpflicht zu nennen. Diese Versicherung ist wichtig, um die Haftung zum Beispiel bei einem Unfall abzudecken. Es lohnt sich, bei der privaten Haftpflichtversicherung nachzufragen. In vielen Fällen nimmt sie das Electric foil boards einfach mit in das Versicherungsverhältnis auf. Ob die Surfbretter mitversichert sind, entnimmt der Surfer ganz einfach den Versicherungsbedingungen. Neben der Haftpflichtversicherung bietet sich aufgrund des hohen Werts der Electric foil boards auch eine Diebstahlversicherung an. Sinnvoll erscheinen auch spezielle Unfallversicherungen für Wassersportler. Die großen Versicherer bieten hierzu umfangreiche Pakete, mit denen der Surfer, das persönliche Risiko abdecken kann.

Damit alles gut geht - Electric foil boards Surfen lernen

Namen für den neuen Sport mit den Electric foil boards gibt es viele. Vom Foilen ist die Rede oder auch vom Foilboarden. Mit einem speziellen Surfkurs lernen die Sportler die neuen Geräte kennen und können erst einmal in Ruhe ausprobieren. Ein erfahrener Surflehrer erklärt die Grundfunktionen und zeigt die wichtigsten Bewegungen. Eine Schutzweste und ein Helm sorgen für die Sicherheit beim Start. Dann startet das Surf-Abenteuer. Schritt für Schritt geht es auf die Electric foil boards. Der Lehrer hat Zeit und ermöglicht dem unerfahrenen Surfschüler das Herantasten an die innovativen Boards. Eine Lehreinheit an Land und auf dem Wasser dauern dann etwa eine Stunde. Wer mehr Coaching bedarf, bucht Einzelunterricht. An den Electric foil boards-Schulen ist für jeden etwas dabei. Erfahrene Elektro Surfer gewinnen ebenfalls am Unterricht. Die Einheiten sind speziell an die Geübten angepasst. Inhaltlich geht es um die Verbesserung des Stils und das Erlernen abgewandter Techniken.

Vom Electric foil boards-Unterricht zum Kauf

Wer Freude an Electric foil boards entdeckt hat, findet in den Surfschulen die Fachleute für eine Empfehlung der besten Marke und des geeigneten Modells. Größere Schulen haben verschiedene Modelle, so dass der Interessent direkt einmal probieren kann.

Electric foil boards mieten

Viele Surfschulen und –händler bieten Electric foil boards zum Mieten an. Das ist eine gute Gelegenheit zum Ausprobieren und Testen der Modelle. Das Geld ist gut angelegt, denn nach der Miete, weiß der Surfe genau, ob das Modell auch zu ihm passt. In vielen Wassersportregionen gibt es diese Möglichkeit zum Mieten. Informationen finden der Surfer in den üblichen Fachmedien print und online. Bei der Auswahl von Modell und Marke und bei vielen Fachfragen helfen auch Diskussionsforen weiter. Erfahrene Elektrosurfer geben ihr Wissen an neu Interessierte und Geübte weiter. Der Erfahrungsaustausch zu den besten Surfgewässern und Ausrüstungen gehört natürlich auch dazu.

Bei allen oben beschriebenen Regelungen gilt: Immer vorab prüfen, ob die Regelungen noch aktuell sind und ob sie auf den Surfer zutreffen. Viel Spaß beim Surfen!

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